Zur Startseite
Startseite >
Firmenprofil >
Porträt >
Leistungen >
Schulungen >
Referenzen >
Artikel >
Service >
QM-Links >
Q-Preise >
Downloads >
Kontakt >

Hindernisse bei der inneren Motivation
und ihre Hilfen

Die äußere Motivation kann die innere zwar anschieben, sie auf Dauer aber nicht ersetzen. Ist die innere Motivation vorhanden, ist die Störbarkeit auf dem Weg zur Zielerreichung geringer. Die wesentlichen Elemente der inneren Motivation sind: Information und Förderung, Kommunikation, aktives Einbeziehen der Betroffenen, Vorbild und Führung sowie Wiederholung und Bewusstmachen des Erfolgs. Bei der Umsetzung dieser Elemente baut sich eine Reihe von Hindernissen auf.

Gesagt heißt –  nicht Gehört. Information ist der erste Schritt, eine Idee oder Neuerung zu vermitteln. Da die Information eine Ein-Weg-Kommunikation ist, muß man sicherstellen, dass die Information vom Empfänger auch gehört wird. Dabei ist zu beachten: Worüber will ich informieren: Zweck, Ziel, Ablauf der Neuerung. Wie will ich informieren: schriftlich, Workshop, Über- oder Unterforderung beachten. Wie sichere ich ab, dass die Information den Empfänger auch erreicht: durch Beobachtung der Reaktion, evtl. durch Wiederholung in einer anderen Form.

Gehört heißt nicht – Verstanden. Ist etwas nicht verstanden worden, ist man auf die zukünftige Aufgabe nicht ausreichend vorbereitet. Die Leistung nimmt ab, Fehlverhalten und Fehler entstehen. Dem kann man durch die Förderung von Berufsfähigkeiten und  allgemeinen Fertigkeiten entgegenwirken. Dadurch wird das Verständnis erhöht, zum anderen wird Demotivation verhindert, die aufgrund von Misserfolgserlebnissen durch mangelhaftes "Können" auftritt.

Verstanden heißt nicht – Einverstanden. Hat der Empfänger der Information wirklich verstanden worum es geht und sind durch geeignete Fördermaßnahmen seine Fähigkeiten und Fertigkeiten auf die zukünftigen Aufgaben ausgerichtet, so kommt es jetzt darauf an, wie man Befürchtungen und Bedenken des Betroffenen begegnet. Das geht nur durch eine Mehr-Weg-Kommunikation mit entsprechenden  Gesprächstechniken. Techniken für eine offene Kommunikation sind: Zuhören, offene Fragen stellen, Angriffsvermeidung, Rückmeldung und Konfliktbearbeitung.

Einverstanden heißt nicht – Behalten. Durch die Beteiligung aller bei der Vorbereitung und Durchführung von Neuerungen ist sichergestellt, dass das, mit dem man einverstanden ist, auch behalten wird. Durch Aktivwerden behält der Mensch mehr als nur durch einfaches Hören und Sehen. Durch die aktive Teilnahme an Problemlösungsgruppen und Verbesserungsprojekten oder beim Vereinbaren und Erreichen eines gemeinsamen Ziels, findet ein intensiver Lerntransfer auf der Sachebene und der Beziehungsebene statt.

Behalten heißt nicht – Angewandt. Vorbild und Führung sind unabdingbar dafür, daß sich Aktion in einen entsprechenden Arbeitsstil umwandelt. QM-Systeme verlangen deshalb eine hierarchische Abfolge von Aktionen: Entwickeln und Kommunizieren einer Qualitätspolitik, Erarbeiten strategischer Ziele, Umsetzen in operative Ziele, Ableiten von Qualitätsmaßnahmen, überprüfen des erreichten Ziels und Rückkopplung.

Angewandt heißt nicht – Beibehalten. Motivation aufrecht zu erhalten, auch wenn erste Ermüdungserscheinungen auftreten, ist schwerer als erste Aktionen im Qualitätsmanagement zu starten.  Aufrechterhalten der Motivation gelingt desto besser je mehr das bisher Erreichte bewusst gemacht und kommuniziert wird. Der Spruch "Tue Gutes und sprich darüber" hat einen realen Hintergrund.

Der Mensch legt Erreichtes tiefer ab, als das Offene oder Problematische. Bei der Durchführung von internen Qualitätsaudits können die Auditoren einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die anfänglich vielleicht nur äußere Motivation, innerhalb eines Unternehmens langfristig in die innere Überzeugung zu überführen und damit diese aufrechterhalten.

nach: "Qualität und Zuverlässigkeit", Nr. 04/95

Friedhelm Denkeler

 | vorhergehender Artikel | Zur Artikel-Übersicht  | nachfolgender Artikel |

< Zur Artikelübersicht

 

< Siehe auch Artikel:
   Von Missionaren und
   Widerstandskämpfern -
   Innere und äußere Motivation bei
   der Einführung von QM-Systemen

 

Gesagt
heißt nicht

Gehört

Verstanden
heißt nicht

Einver-
standen

Einverstanden heißt nicht

Behalten

Behalten
heißt nicht

Angewandt

Angewandt
heißt nicht

Beibehalten

| Seitenanfang | Startseite | Kontakt | Impressum |